Diplocat-Plenum verabschiedet Strategieplan für die nächsten vier Jahre

Arbeitsplan für das Politikjahr 2019 ebenfalls in der Sitzung unter Vorsitz von Quim Torre verabschiedet

Heute morgen trat im Saal Torres Garcia am Regierungssitz Palau de la Generalitat das Plenum des Diplomatischen Dienstes Kataloniens (Diplocat, Consell de Diplomàcia Pública de Catalunya) unter Vorsitz des Katalanischen Regierungspräsidenten Quim Torra und in Anwesenheit des Ministers für Außenpolitik und Zusammenarbeit, institutionelle Beziehungen und Transparenz Alfred Bosch zusammen. Im Verlauf der Sitzung wurden der von der Diplocat-Generalsekretärin Laura Foraster vorgelegte Strategieplan 2019-2022 und der Arbeitsplan 2019 verabschiedet.

Quim Torra lobte mit folgenden Worten die hervorragende Arbeit von Diplocat bei der Außendarstellung Kataloniens: "Die öffentliche Diplomatie ist ein wesentlicher Faktor beim weiteren Aufbaus Kataloniens als Beispiel für Europa und die Welt. Ganz offen und ohne Vermittler kann unser Land wie nie zuvor seine ganze Strahlkraft entwickeln." Minister Alfred Bosch versicherte im Anschluss: "Das reale Katalonien ist ein Land mit Willen zum Sein und Handeln, frei, gerecht, erfolgreich und mit gleichen Chancen für alle." Er fügte hinzu: "Heute bestätigen wir Diplocat in seiner wichtigen und wertvollen Funktion bei der Stärkung der internationalen Präsenz unseres Landes. Neben dem Rückhalt durch die Katalanische Regierung ist jedoch auch die Anstrengung aller öffentlichen Verwaltungen sowie der Zivilgesellschaft erforderlich." Für Bosch gilt es, das Bild eines Kataloniens zu vermitteln, "das den Willen hat, nach außen zu gehen und alles aufzunehmen, was wir von der Welt lernen können" und hob "die öffentliche Diplomatie als grundlegendes Instrument unseres Landes" hervor.

Laura Foraster stellt das Motto 'Internationaler Dialog - Teilnehmen. Darstellen. Befähigen' vor, mit dem die drei Handlungsschienen Diplocats zur Entfaltung der klassischen Werkzeuge öffentlicher Diplomatie beschrieben werden, darunter der Austausch guter internationaler Praktiken, Besuchsprogramme, Veranstaltung von internationalen Tagungen und Seminaren, Befähigung und Dialog mit den ausländischen Medien.

Der Strategieplan wurde unter Beteiligung und mit Ideenbeiträgen der Mitgliedsorgane des Zweckverbands ausgearbeitet. Die neue Etappe enthält zudem einen besonderen Plan zur Internationalisierung der lokalen Ebene, um den Regionen eine Stimme zu verleihen. Als vordringliche strategische Themenbereiche mit grundlegenden Debatten beschäftigt sich der Plan mit der Agenda 2030, der New Economy, den Migrationsbewegungen und der sozialen Kohäsion, sowie mit Bereichen, in denen Katalonien eine Vorreiterrolle beansprucht wie z. B. unternehmerische Initiative, nachhaltiger Tourismus, Sozialwirtschaft, wissenschaftliche und technologische Innovation.

Höhepunkte des Arbeitsplans 2019 sind die Veranstaltung eines internationalen Seminars über die Rolle der öffentlichen Diplomatie im digitalen Zeitalter, das Besuchsprogramm für ausländische Journalisten anlässlich des Sankt-Georgs-Tags (Diada de Sant Jordi) in Katalonien, das Seminar für ein nachhaltiges Ernährungssystem, der 1. Internationale Kongress zur Berufsausbildung in Katalonien sowie das Stipendienprogramm im Bereich der Internationalen Beziehungen, das nun bereits zum 36. Mal aufgelegt wird.


Der 2012 geschaffene Diplomatische Dienst Kataloniens Diplocat ist ein öffentlich-privater Zweckverband mit dem Ziel, eine Verbindung zwischen Katalonien und der Welt herzustellen, mit entsprechenden Maßnahmen ein Bild des Landes zu vermitteln sowie Vertrauen und Bindungen zu Bürgern und Institutionen anderer Länder zu aufzubauen. Zudem ermutigt Diplocat die Zivilgesellschaft und die katalanischen Körperschaften, ihren Beitrag zu den wichtigsten internationalen Herausforderungen und Debatten zu leisten, und trägt zu ihrer Befähigung bei, sich auf der internationalen Bühne als relevanter Akteur zu betätigen sowie einen dauerhaften Dialog mit aktiver gegenseitiger Kommunikation zu etablieren.

Diplocat steht in der Tradition der Vorgänger Patronat Catalunya Món, vormals Patronat Català Pro Europa. Letztere wurde 1982 als Pionier der direkten katalanischen Beziehungen zu Europa gegründet. Die Organisationsform als pluralistischer Zweckverband wurde im Laufe der Jahre und über die Namensänderungen hinweg beibehalten.

Er besteht aus 38 Mitgliedern, darunter öffentliche Institutionen, Vereine und Verbände aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Gewerkschaften und Sport, Universitäten, Wirtschaftsschulen und akademische Einrichtungen.